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Informationen der SU Lennestadt
07.07.2022
Einladung

Sehr geehrte Damen und Herren,
sehr herzlich einladen möchten wir Sie zu einer Tagesfahrt nach Essen und Oberhausen am
Donnerstag, dem 7. Juli 2022.
Wir beginnen um 11:00 Uhr mit der Besichtigung der „Zeche Zollverein“ und Führung in zwei Gruppen (bitte
festes Schuhwerk). Die 1932 gebaute und 1986 als letztes Essener Bergwerk stillgelegte Zeche war das größte,
modernste und leistungsfähigste Steinkohle-Bergwerk der Welt. Seit 2001 ist sie Weltkulturerbe mit vielfältigen
Kunst-, Kultur- und Freizeitangeboten. Zur Mittagspause treffen wir uns beim „Bistro-Schacht VII“.
Von dort fahren wir anschließend nach Oberhausen und besuchen die hochgelobte Ausstellung im Gasometer
unter dem Titel „Das zerbrechliche Paradies“ mit Fotos und Videos (3D-Technik). Dort fühlt man sich z.B. in den
tropischen Regenwald versetzt und erlebt Tier- und Pflanzenwelt neu; auch andere Regionen unserer schönen,
aber auch zerrupften und beschädigten Erde.
Die Abfahrtzeiten des Omnibusses sind wie folgt vorgesehen:
Abfahrt: Abfahrt:
Kirchveischede (alte Schule) 07:30 Uhr
Grevenbrück (Boerger/Kirche) 07:35 Uhr
Grevenbrück (Bahnhof) 07:40 Uhr
Maumke (Kirche) 07:45 Uhr
Meggen (Vetter) 07:55 Uhr
Altenhundem (ZOB) 08:05 Uhr
Saalhausen (Kirche) 08:15 Uhr
Rückfahrt: ca. 16:30 Uhr
Wir bitten Sie, sich bis zum 1. Juli 2022 bei unserer Geschäftsstelle in Olpe, Tel.: 02761/3046 oder per Mail:
cdu-olpe@t-online.de anzumelden und den Kostenbeitrag von 42,00 Euro für Fahrkosten und Eintritt Zeche
Zollverein zu überweisen. Die Kosten „Gasometer“ und Mittagessen werden vor Ort geregelt. Wir freuen uns auf
Ihre wie immer zahlreiche Teilnahme. Bleiben Sie gesund und munter.
Mit freundlichen Grüßen
Dr. Herbert Stelling
(Vorsitzender)



Gasometer in Oberhausen


Zeche Zollverein
 
 
 
31.03.2022 | "Schweinsberg" Langenei
 
31.03.2022
Info zu Mitgliederversammlun (für die Presse)
 
18.01.2022
 
14.12.2021
Weihnachtsgruß des Vorstandes
 
24.11.2021 | "Schweinsberg" Langenei
Aufgrund der steigenden Corona-Fallzahlen
 
22.10.2021 |
Liebe Freundinnen und Freunde!
 
22.10.2021 | Hitzendumicke / Hanemike

 

Senioren Union Lennestadt auf den Spuren von Franz Hitze

 Nicht ganz einfach war es für den Vorstand der Senioren Union Lennestadt, in der Nähe von Sondern einen entsprechenden Raum zu finden, um Informationen über den Sozialreformer Franz Hitze zu geben. Umso erfreuter war man, als es gelang, in Hitzendumicke die „Hitzenalm“ anzumieten, in der man bei Kaffee und Kuchen in gemütlicher Runde vieles über Franz Hitze erfahren konnte, was vielen im Sauerland und darüber hinaus gar nicht so bekannt ist. In Hitzendumicke befindet sich noch ein Haus, in dem eine Familie Hitze gewohnt hat, und die Primizkapelle, in der der junge Priester seine Heimatprimiz heimlich gefeiert hat. Heimlich, weil das in der Zeit des Kulturkampfes verboten war.

Erst kürzlich wurde im Cineplex Olpe der Film „Franz Hitze, ein Sozialreformer aus Westfalen“ uraufgeführt. Es ist eine Produktion des LWL - Medienzentrums für Westfalen in Kooperation mit der Stadt Olpe. Dieser Film, der auch als DVD verkauft wird, half, die Spuren Franz Hitzes zu erkunden.

Im Begleittext der DVD heißt es: Franz Hitze (1851 bis 1921) darf als einer der prägenden Gestalten des deutschen Sozialstaates gelten. Mit seinen Initiativen - insbesondere zum Ausbau der Arbeiterversicherungssysteme, zur betrieblichen Mitbestimmung, zum Arbeits- und Mütterschutz sowie zum Verbot der Kinderarbeit - hat er wesentliche Grundlagen für das heutige deutsche Sozialsystem gelegt.

Aus Anlass seines 100. Todestages ist im gemeinsamen Auftrag des LWL Medienzentrums für Westfalen, der Landeszentrale für politische Bildung in NRW und Hitzes Heimatstadt Olpe ein dokumentarisches Filmporträt entstanden, das in anschaulicher Weise an diesen bedeutenden Westfalen erinnert. Unterstützt wurde die Produktion unter anderem vom Erzbistum Paderborn, dem Bistum Münster und der katholischen Sozialakademie „Franz Hitze Haus“ in Münster.

Geboren wurde Franz Hitze am 16. März 1851 als zweiter Sohn eines für damalige Sauerländer Verhältnisse vermögenden Bauern in Hanemike, heute ein Ortsteil von Sondern/Olpe. Sein Abitur machte er am renommierten Gymnasium Theodorianum in Paderborn, „ einer Priesterschmiede“.

In Anbetracht des Elends in vielen Arbeiterfamilien in der Zeit der Industrialisierung war er sehr an der Lösung der sozialen Frage interessiert. Ein Textilfabrikant, Franz Brandts aus Mönchengladbach, wurde auf den jungen Kaplan aufmerksam, der 1880 eine Sozialreformerische Veröffentlichung herausgegeben hatte. Er förderte Franz Hitze und dieser betätigte sich von nun an in der Politik. (Mitglied im Landtag und später im Reichstag, Mitbegründer der Caritas, Verfechter der Arbeiterbildung, Generalsekretär und Gründer des Vereins Arbeiterwohl)

Wer sich für diese kämpferische Persönlichkeit aus Südwestfalen interessiert, sollte den oben genannten Film als DVD für 14,90 € kaufen. Ab Januar 2022 steht er auch als kostenloser Download zur Verfügung. (Kauf in jeder Buchhandlung oder im Shop www.westfalen-medien.lwl.org )

Der damalige Leiter des Franz-Hitze-Hauses und jetzige Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken, Professor Dr. Thomas Sternberg, sagt im Filminterview: „Er hat immer das getan, von dem er überzeugt war, das muss getan werden. Und hat sich keine Gedanken darüber gemacht, in welche unserer Schubladen wir ihn später damit stecken werden, ob er das als Priester, als Wissenschaftler, als Politiker tat. Wichtig bleibt er dadurch, dass er die dringendste soziale Frage seines Jahrhunderts, die Arbeiterfrage aufgegriffen hat. Das war damals die Frage, wie Arbeiter als Persönlichkeiten nicht nur einfach vom Kapital geschluckt werden, sondern eine eigene Würde bekommen.“

Auf der Heimfahrt wurde noch ein Stopp in Hanemike eingelegt. Hier sieht man sein Geburtshaus und seine Privatkapelle. Der Franz-Hitze-Verein hat dort eine Tafel aufgestellt, auf der der Franz-Hitze-Weg beschrieben ist
Siehe auch LokalPlus:.

https://www.lokalplus.nrw/nachrichten/politik-lennestadt/senioren-union-lennestadt-auf-den-spuren-von-franz-hitze-52613