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16.03.2020
Telenotarzt
Mitteilung der Senioren Union NRW
An alle
- Mitglieder im Landesvorstand der Senioren-Union NRW
- Mitglieder in den Bezirksvorständen der Senioren-Union in NRW
- Mitglieder in den Kreisvorständen der Senioren-Union in NRW
- Stadt- und Ortsverbandsvorsitzenden in der Senioren-Union in NRW

Die Digitalisierung schreitet auch im Gesundheitswesen mit großen Schritten voran. Deshalb soll bis 2022 im Land Nordrhein-Westfalen flächendeckend ein Telenotarztsystem zusätzlich zu dem bestehenden Notfallsystem eingerichtet werden.
Diese Absichtserklärung haben der NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann, Vertreter der Krankenkassen, die kommunalen Spitzenverbände und die Ärztekammern in Nordrhein-Westfalen letzten Monat unterzeichnet. Es ist beabsichtigt, dass in jedem Regierungsbezirk mindestens ein Telenotarztstandort den Regelbetrieb aufgenommen hat.
Bisher ist es in NRW so, dass bei medizinischen Notfällen ein Rettungswagen -meist der Feuerwehr- ausrückt, der mit medizinisch ausgebildetem Personal besetzt ist. Laut Gesetz muss das Rettungspersonal in spätestens acht, auf dem Land in 12 Minuten am Einsatzort sein. Bei schweren Fällen stößt ein Notarzt hinzu. Er wird in einem eigenen Blaulicht Pkw zum Einsatzort gebracht. Dieses System soll auch weiterhin bestehen bleiben.
Der Telenotarzt wird ergänzend eingeführt.
Telenotärzte können sich dann bei Bedarf per Video mit den Rettungsassistenten vor Ort verbinden, Anweisungen geben und zugleich alle wichtigen Informationen über den Patienten einsehen. Der Telenotarzt hat damit einen entscheidenden Zeitvorteil: er ist praktisch zeitgleich mit dem Rettungswagen vor Ort. Das Personal auf dem Rettungswagen ist dank neuer Ausbildung sehr kompetent. Zudem funktioniert die Technik der Übertragung von Patientendaten und Bildern sehr gut. Mit dem Telenotarzt werden ärztliche Entscheidung somit auch dann schon verfügbar gemacht, wenn ein Notarzt nicht oder noch nicht vor Ort ist.
Das Telenotarzt-System wird das bestehende Notarztwesen deshalb nicht ersetzen, sondern stellt eine Ergänzung dar.
Seit 2014 sind in Aachen und Umgebung Telenotärzte schon im Einsatz. Das Modell gilt als Erfolg. Die nächste Umsetzung eines Telenotarzt-Systems ist in den Kreisen Höxter, Lippe und Paderborn in Planung.
Bleiben Sie gesund.

Mit freundlichem Gruß
Helge Benda
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